Arbeit 4.0, Fachkräftemangel, Digitalisierung und Diversity-Management stellen Unternehmen vor große Herausforderungen.
Um diese zu meistern und zukunftsfähig zu sein, braucht es resiliente Führungskräfte und Mitarbeitende, die eine wertschätzende Unternehmenskultur gemeinsam mit Leben füllen. Ziel ist ein Miteinander, das von Wertschätzung, Selbstverantwortung und Respekt geprägt ist. Dann kommen Mitarbeitende gerne zur Arbeit, identifizieren sich mit dem Unternehmen und engagieren sich im Sinne der Unternehmensziele.

Ermöglicht wird diese Entwicklung durch das „House of Feel Good“, das Ingrid Kadisch in diesem Buch vorstellt. Es enthält theoretische und praxisnahe Impulse für Führungskräfte, Mitarbeitende und Beratende, wie sich notwendige Transformationsprozesse achtsam, nachhaltig und erfolgreich gestalten lassen.

 

 

  Leseprobe

 

Die nächste Lesung findet am Donnerstag, 24.8. 2017 um 19 Uhr statt.

 

Veranstaltungsort:
Institut für Wertekultur in der Wirtschaft, Georg-Bitter-Str. 19, 28205 Bremen

Über die Autorin


 

Ich bin seit 1986 geschäftsführende Gesellschafterin von Kadisch & Partner in Bremen. Bis heute habe ich als Supervisorin, Psychotherapeutin und Coach viele Menschen beraten und begleitet.
Als Organisationsentwicklerin war und bin ich sowohl im Mittelstand, in Start-Ups als auch in internationalen Konzernen tätig.
Seit 2013 leite ich das Institut für Wertekultur in der Wirtschaft in Bremen und den Ausbildungsgang: Werteorientierte Organisationsentwicklung. Das Konzept ist eine Weiterentwicklung des Themas Feel Good Management auf der Grundlage des Konzepts: ”House of Feel Good”.

Geschichte zum Buch


 

Eine sehr persönliche Geschichte zur Entstehung des Buches:

Die Bremer Stadtmusikanten

Die Geschichte des Buches beginnt in 2011. Ich hatte mich ausgiebig mit dem Konzept der Resilienz beschäftigt. Resilienz meint Widerstandskraft. Und genau diese brauchen wir mit Sicherheit in der heutigen Zeit angesichts zunehmender Anforderungen bei gleichzeitigem Zeitdruck. In einer Fortbildung zur Traumatherapie erfuhr ich, dass der Musiker Sebastian Bach ein Mensch mit hoher Widerstandskraft war. Bei der Suche nach weiteren Modellen für Resilienz stieß ich z.B. auch auf die Märchenfiguren der Gebrüder Grimm. Als Bremerin interessierten mich besonders die Bremer Stadtmusikanten. Dieses Seniorenquartett hatte ja seine Widerstandskraft unter Beweis gestellt, indem es sich gemeinsam auf den Weg machte, das eigene Leben aktiv neu und sinnvoll zu gestalten. Im Laufe meiner Resilienzforschungen faszinierte mich zunehmend, dass nicht nur einzelne Personen oder Teams resilient sein können, sondern auch ganze Unternehmen.

Der Resilienz-Schutzschirm

Ich entwickelte einen spezifischen Resilienz-Schutzschirm, in dem es sowohl Anregungen zur Stärkung der Widerstandskraft von Einzelnen, Inspirationen für Führungskräfte zur Stärkung der Resilienz ihrer Mitarbeitenden als auch die Stärkung von Unternehmensresilienz gibt. Im Zentrum des Schutzschirms stellte ich das innere Gewahrsein, die Selbstreflexion - Besinnung auf sich selbst. Was bewegt mich? Wie fühle ich mich? Wozu dient mein derzeitiges Tun und Handeln? Wo will ich hin? scheinen mir zentrale Fragen um eine bewusste Selbstführung und die Übernahme von Verantwortung zu ermöglichen. Es geht also nicht darum, Menschen zu trainieren, resilient(er) zu werden und somit das Thema auf eine Leistungsebene zu heben. Nein, es geht vielmehr um die Selbstbesinnung mit dem Ziel der Selbsterkenntnis und im besten Fall der Selbstakzeptanz. Selbstakzeptanz ist eine gute Grundlage, unaufgeregt aus Fehlern zu lernen und sich mutig auf neue Wege einzulassen. Was hat das Ganze nun mit Feel Good Management zu tun? Beim Feel Good Management geht es u.a. ums Fühlen. Fühlen macht uns menschlich.

Feel Good Management

Als ich bemerkte, dass es in einigen Start-Ups Feel Good Managerinnen gab, die sich um das Wohlfühlen der Mitarbeitenden kümmern sollten, war ich nicht begeistert. Dass sich Mitarbeitende möglichst wohlfühlen sollen am Arbeitsplatz, halte ich für eine gute Idee. Ob dafür gerade junge Frauen eingestellt werden sollten, stellte ich in Frage. Schien es doch so, als ob sie den - meist männlichen - Führungskräften den ”Haushalt” führten und somit Frauen mal wieder auf die Arbeit an Atmosphäre und Klima reduziert wurden..

Das Institut für Wertekultur

Wie auch immer: ich fühlte mich angeregt, eine Ausbildung zu konzeptionieren mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten und fundiertem, aktuellem Wissen aus Coaching, Organisationsentwicklung und Beratung. Bei der Gelegenheit stellte ich fest, dass ein solches Ausbildungsformat mir die Chance gab, einen Teil meiner Erfahrungen aus über 30 Jahre als Therapeutin, Supervisorin, Coach und Organisationsentwicklern einbringen zu können. In 2014 fasste ich dann den Entschluss, das Institut für Wertekultur in der Wirtschaft zu gründen und zusätzlich zu meinem seit 1986 bestehendem Unternehmen Kadisch & Partner zu führen.

Das Konzept ”House of Feel Good"

Im Laufe des ersten Ausbildungsgangs entwickelte ich das Konzept ”House of Feel Good”- ein Format mit unterschiedlichen Bausteinen, das sich - je nach Anliegen und Kontext des jeweiligen Unternehmens - modifizieren lässt und stellte es ins Zentrum der insgesamt zehn Ausbildungs-Module. Nach und nach wurde immer klarer, dass mein ”House” nicht statisch, sondern dynamisch war - analog zu den Entwicklungen der Arbeitswelt.?Dies zeigte sich zum einen dadurch, dass ich es gemeinsam mit meinem Team ständig weiterentwickelte - ebenso wie die Ausbildung selbst. Zum anderen veränderte sich auch die Arbeitswelt immer weiter; neue Konzepte entstanden. Die Werte des ”Houses”: Sinn, Integrität, Wohlbefinden und Partizipation bringen es in Bewegung und sorgen für Schwung und Dynamik. Sie sind die Flügel des ”Houses” und so wurde das Haus zur Windmühle.

Zurück zu den Wurzeln: Ein Kreislauf schließt sich.

Als ich die Windmühle entwickelt hatte, erkannte ich, dass ich nun, wo das Ende meiner aktiven Berufstätigkeit in Reichweite kommt, zu meinen Wurzeln zurückkehre. In den ersten Jahren meiner Berufstätigkeit lies ich mich zur Gestalttherapeutin ausbilden. Aspekte von Kontakt, Präsenz Gewahrsein spielten darin eine große Rolle. Es ging um die Bedeutung von emotionaler Berührung und echter Präsenz in der Begegnung mit anderen. Diese Fähigkeiten und Werte spielen auch in meinem ”House of Feel Good” eine entscheidende Rolle.

Auch die Form der Windmühle hat eine sehr persönliche Bedeutung für mich. Mein Vater war von Beruf Müller. Und irgendwie ist dieses Buch auch eine Würdigung an ihn. Wie wäre es also, wenn wir uns auch in Unternehmen wieder mehr Zeit und Raum dafür geben würden, uns darauf zu besinnen, welchen Wurzeln, welchem Geist, welcher Mission wir folgen (wollen) und wie wir einander mit mehr Wertschätzung begegnen können. Denn dann brauchen wir keine Feel Good Managerinnen mehr, sondern erleben das Gute Management einfach. Das eigene wie auch das der Führungskräfte. Für mehr Menschlichkeit - auch in Unternehmen: Feel the Good Management!

Viel Freude beim Lesen des Buches. Ich vermute, es wird eine Fortsetzung geben. Erste Ideen liegen schon vor.

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Ingrid Kadisch
Georg-Bitter-Straße 19
28205 Bremen

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